Cursussen

Kultur und Kritik

Kursname

Kultur und Kritik. Maschinen, Menschen, Monster: Zur Frage der Technik

Kursleiter

EC

5

Kurstermin

semester 2 (2016 - 2017)

Anmeldefrist

- 08/01/2017

Ort

Groningen en Amsterdam

Dozent(en)

Dr. Florian Lippert (RUG), Dr. Ansgar Mohnkern (UvA)

Email Kontakt

Lernziele

  • Studierende reflektieren über das Verhältnis von Mensch und Technik aus aktueller und historischer Perspektive.
  • Studierende lernen literarische, philosophische und künstlerische Klassiker sowie relevante zeitgenössische Texte und Werke mit dem Fokus auf drängende Fragen der Gegenwart kennen.
  • Studierende haben grundlegende Kenntnisse von und praktische Fertigkeit in film-, literatur- sowie kulturtheoretischer Analysearbeit.
  • Studierende erarbeiten sich weitgehend selbstständig ein eigenes Thema anhand von mindestens einem der vorgestellten Beispiele, in dem Analyse, Rezeption und theoretische Untermauerung berücksichtigt sind.
  • Studierende sind in der Lage, mündliche Referate und Co-Referate zu halten und zu verschriftlichen sowie Diskussionsbeiträge auf inhaltlich und sprachlich angemessenem Niveau (C1/C2) beizusteuern.
  • Studierende sind in der Lage, einen Studientag zu organisieren und durchzuführen, auf dem den MA-Studiengang abschließende Arbeiten in wissenschaftlicher Form und auf inhaltlich und sprachlich angemessenem Niveau (C1/C2) präsentiert und diskutiert werden.

Inhalt

  • Vrijdag 17 februari 12.00-18.00 uur Oudemanhuispoort E 2.12A te Amsterdam (UvA)
  • Vrijdag 17 maart van 12.00-17.30 Oude Boteringestraat 34, zaal 112 (Groningen)
  • Vrijdag 28 april Amsterdam, tijd en locatie volgt
  • Vrijdag 26 mei van 12.00-17.30 in gebouw 1315 zaal 0055 (Oude Kijk in ’t Jatstraat 26, Groningen)

Spätestens seit Aristoteles den Begriff der techne von dem der episteme schied, ist das Verhältnis von Mensch und Technik ein schwieriges. Gerade im Kontext beschleunigter technischer und technologischer Prozesse der Neuzeit treten seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ambivalente Aspekte von Technik zu Tage, denen der Mensch vielfach gleichermaßen mit Angst und Faszination, Furcht und Ehrfurcht gegenübersteht: Der industrielle Charakter einer entfesselten Technik bedroht zunehmend die Stellung des Menschen selbst. Durfte er sich im Anbruch der Neuzeit noch unhinterfragt als denkendes, forschendes und künstlerisch schaffendes Zentrum der Welt verstehen, so gerät er nun zusehends in ein Konkurrenzverhältnis zu seinen eigenen technischen Schöpfungen.

Das Seminar geht sowohl theoretischen wie auch ästhetischen Fragen in der Ausdeutung dieses Verhältnisses nach. Dabei konzentrieren wir uns auf a) Klassiker moderner Darstellungen und Debatten von und um Technik im 19. und 20. Jahrhundert und b) auf gegenwärtige Debatten über das Verhältnis von Mensch und Technik/Technologie.

Im Einzelnen wird insbesondere auf folgende Unterthemen eingegangen:

  1. Theorien der Technik (Autoren: M. Heidegger, G. Anders, T.W. Adorno)
  2. Technik & Kapitalismus: zu einem Topos im 19. Jahrhundert (J.W. Goethe, K. Marx)
  3. Horror der Maschine: Technik um 1900 (G. Simmel, G. Hauptmann, F. Kafka)
  4. Technik – Mensch – Ökologie (W. Raabe, C. Wolff, F.G. Jünger)
  5. Technik, Medien, Kunst (W. Benjamin, F.W. Murnau, H. Farocki, P. Virilio, N. Luhmann u.a.)
  6. Technik und Krieg (E. Jünger)
  7. Technik und Faschismus (L. Riefenstahl u.a.)
  8. Artifical Intelligence und Roboter: Messias oder Monster?

Prüfung

Voraussetzung zur Prüfung ist die Anwesenheit und aktive Mitarbeit an allen Seminarveranstaltungen. Die Beurteilung findet auf der Basis folgender Prüfungsteile statt:

  1. Aufgaben zur Vorbereitung der einzelnen Themen (20%);
  2. “Intervention”: Präsentation einer Diskussionsgrundlage für eine der Sitzungen (10%);
  3. Präsentation der eigenen Projektarbeit (Studienarbeit) mit Handout und Partizipation in Diskussionen (20%);
  4. Schriftliche Ausarbeitung des eigenen Projekts (Hausarbeit, 4000 Wärter) (unter Verarbeitung der Kommentare; 50%).

Alle schriftlichen Aufgaben werden in adäquatem Deutsch und entsprechend der angegebenen formalen Vorgaben über die digitale Lernplattform (Wikispaces) eingereicht.

Arbeitsaufwand/Studienleistung

5 ECTS = 140 Stunden, davon:

  • Seminarsitzungen: 4 x 5 = 20
  • Vor- und Nachbereitung pro Sitzung: 4 x 12 = 50
  • Intervention: 10
  • Vorbereitung der Präsentation mit Diskussion: 10
  • Hausarbeit: 50

Literatur

Die genaue Leseliste wird noch gekanntgegeben. Ein Großteil des Materials – aber nicht alles! – wird als PDF bereit gestellt.

Kosten

max. 100 Eur (für Bücher)

Übrige Information

Das Seminar wird in der Form mehrerer Blockveranstaltungen angeboten. Zur Vorbereitung und aktiven Beteiligung sind regelmäßig literarische Texte sowie die relevante Forschungsliteratur zu erarbeiten. Studentische Referate ergänzen die Lehrgespräche.

4 Seminartermine (Februar-April 2017) von je 5 Stunden sowie eine Abschlussveranstaltung am Master-Language-Tag.

Die Teilnehmenden bereiten sich intensiv auf die einzelnen Seminarsitzungen vor. Alle TeilnehmerInnen erarbeiten sich während des Kurses ein eigenes Forschungsthema. Der Kurs wird mit einer Hausarbeit abgeschlossen.

Das Seminar soll durch Diskussionen mit einem eingeladenen Gästen bereichert werden. Eingeladen ist: Dr. Jan Zappe, Künstlergruppe robotlab, zum Thema Kunst und Künstliche Intelligenz.

Back
duitsnl