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Lernersprache Deutsch *EDU*

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Kursname

Lernersprache Deutsch: Erwerbsphänomene, Einflussfaktoren und Kompetenzniveaus aus niederländischer Perspektive

Kursleiter

Radboud

EC

5/6 EC

Kurstermin

semester 2 (2020 - 2021)

Anmeldefrist

26/10/2020 - 08/01/2021

Ort

RuG - online, wenn möglich zum Abschluss 28. Mai 2020 Präsenzunterricht

Dozent(en)

Eva Knopp (Radboud) en Marije Michel (RuG)

Email Kontakt

Eva Knopp (Radboud)

Lernziele

Nach Abschluss des Kurses sind Studierende in der Lage, das Phänomen Lernersprache auf den spezifischen Kontext des Deutschlernens in den Niederlanden anzuwenden. Sie können dabei unterschiedliche Einflussfaktoren benennen und in ihrer Wirkung beschreiben, sowie Lernersprache in Bezug auf die Kompetenzniveaus im CEFR für Sprachen einschätzen.  Sie sind in der Lage lernersprachliche Beispiele im Hinblick auf eine relevante Fragestellung zu untersuchen.

Nach Abschluss dieses Kurses können Studierende:

– das Konzept „Lernersprache“ definieren und in seiner Relevanz für die Zweitsprachenerwerbsforschung und den fremdsprachlichen Unterricht einordnen;

– das universelle Konzept auf die spezifische Situation des Deutschlernens in den Niederlanden anwenden;

– unterschiedliche lernersprachliche Phänomene benennen und voneinander abgrenzen;

– unterschiedliche Einflussfaktoren benennen und in ihrer Wirkung auf die Lernersprache Deutsch beschreiben.

– Niveaustufen in der Lernersprache Deutsch im niederländischen Kontext erkennen und diese in Bezug zu den im CEFR für Sprachen vorgestellten Kompetenzbereichen und Niveaustufen setzen

– relevante Forschungsfragen im Zusammenhang mit der Entwicklung und Ausformung von Lernersprache von niederländischen DaF-Lernern formulieren;

– eine lernersprachliche Analyse anhand authentischer Beispiele von Lernersprache im Bereich Deutsch-Niederländisch durchführen;

– die Ergebnisse dieser Analyse sachgerecht auswerten und in Beziehung zu bestehender Forschung setzen;

– die Ergebnisse dieser Lernersprachanalyse in adäquatem, wissenschaftlichem Deutsch (C1/C2) mündlich und schriftlich darstellen.

Inhalt

In diesem Kurs beschäftigen wir uns mit dem Phänomen „Lernersprache“. Hierbei wird das universelle Phänomen auf die spezifische Situation des Deutschlernens in den Niederlanden angewendet. Im Vordergrund steht die Frage, welchen Aufschluss uns die Sprache, die Lerner des Deutschen während ihres Erwerbsprozesses produzieren, über den Lernprozess und seine Umstände geben kann. Neben lernersprachlichen Phänomenen wie Transfer, universellen Entwicklungsmustern und formelhaften Wendungen werden auch andere Einflussfaktoren, wie Ausgangssprache, Elizitationsbedingungen und Produktionsmodus besprochen. Weiterhin werden wir die Frage diskutieren, wie die Lernersprache Deutsch im niederländischen Kontext zu den im CEFR für Sprachen vorgestellten Kompetenzbereichen und Niveaustufen verhält. Teilnehmer erarbeiten im Anschluss an das gelernte eigene Forschungsfragen, die mit der Entwicklung Deutsch-Niederländischer Lernersprache in Verbindung stehen. Sie entwerfen hierzu eigene kleiner Forschungsprojekte, führen diese auch selbst durch. Die Ergebnisse der lernersprachlichen Analyse werden im Rahmen eines kleinen Forschungsberichtes dokumentiert.

 

Prüfung

Arbeitsformen

– 7 Seminartermine von je 2 Stunden, jeweils Freitag 13-15 Uhr im Virtual Classroom. Präsenzunterricht – wenn moglich: 28. Mai 2020

Im Laufe des Semesters sollen die Teilnehmer eine eigene kleine lernersprachliche Analyse planen und durchführen. Hierzu können sie in Kleingruppen von 2-3 Studierenden zusammenarbeiten.

Prüfungsform
Voraussetzung zur Prüfung ist die Anwesenheit, Vorbereitung der Hausaufgaben und aktive Mitarbeit an allen Seminarveranstaltungen.

Die Beurteilung findet auf der Basis folgender Prüfungsteile statt:
– Präsentation der lernersprachlichen Analyse (30%)
– abschließende schriftliche Ausarbeitung der lernersprachlichen Analyse (70%).

Alle schriftlichen Aufgaben werden in Deutsch und entsprechend der angegebenen formalen Vorgaben über die digitale Lernplattform eingereicht. Deadline für die Hausarbeit ist der 30. Juni 2021.

Die Beurteilungskriterien für die lernersprachliche Analyse sind:
– Aufbau/Struktur und Inhalt
– Literaturauswahl und -darstellung
– wissenschaftliche Form (Zitierform, Literaturverweise etc.)
– Rechtschreibung, Grammatik, Satzbau und Stil
Präsentation der lernersprachlichen Analyse 30%
schriftliche Ausarbeitung der lernersprachlichen Analyse 70%

Arbeitspensum

5 EC = 140 Stunden, davon

– Anwesenheit:
— Präsenzunterricht: hoffentlich zur Abschlussveranstaltung am 28. Mai (ansonsten leider wegen COVID nicht möglich)
— virtual classroom: 6 x 2 = 8 Stunden

– Vor- und Nachbereitung des Unterrichts: 7 x 6 = 42 Stunden

– Lernersprachliche Analyse:  78 Stunden, davon fallen ca.
— 40 Stunden auf die Vorbereitung, Durchführung und Auswertung der Analyse
— 18 Stunden auf die Vorbereitung der mündlichen Präsentation
— 20 Stunden auf die schriftliche Ausarbeitung

(UvA: 6EC extra Auftrag)

Literatur

Literatur
Ausgewählte Sekundärliteratur wird über die digitale Lernplattform angeboten.

Voorlopige literatuurlijst:

  • Ahrenholz, B. 2014. „Lernersprachanalyse“. In Settinieri et al. (Hg.) Empirische Forschungsmethoden für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. (167-180). Paderborn: Schöningh.
  • Aguado, K. 2008. “Wie beeinflussbar ist die lernersprachliche Entwicklung?” Fremdsprache Deutsch 38, 53-58.
  • Diehl, E. 1999. „Schulischer Grammatikerwerb unter der Lupe. Das Genfer DiGS-Projekt“.
  • Jarvis, S. 2016. „The scope of transfer research”. In: Yu, L, & Odlin, T. eds. New Perspectives on Transfer in Second Language Learning. (17-47). Bristol: Multilingual Matters.
  • Metzger, V., Schroeder, Ch. & Şimşek, Y. 2014. „Elizitierung von Lernersprache“. In: Settinieri et al. (Hg.) Empirische Forschungsmethoden für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. (73-85). Paderborn: Schöningh.
  • Roos, J. 2009. „Formelhaftigkeit und Kreativität im frühen Fremdsprachenlernen.“ Zeitschrift für Fremdsprachenforschung 20 (1). 37-61.
  • Tarone, E. 2018. “Interlanguage”. In Chappelle, C.A. ed. The Encyclopedia of Applied Linguistics. 1-7.
  • Yu, L. & Odlin, T. 2016. „Introduction”. In: ibid. Eds. New Perspectives on Transfer in Second Language Learning. (1-16). Bristol: Multilingual Matters.

Kosten
Voraussichtlich keine Kosten für Studenten. (Unter Umständen können geringfügige Kosten für Analysesoftware anfallen. Wenn möglich wird hier jedoch mit freeware gearbeitet.)

Übrige Information

Rooster
freitagmittag virtual classroom jeweils von 13-15 Uhr

1. Virtual classroom: 5. Februar 2020

2. Virtual classroom:  12. Februar 2020

3. Virtual classroom: 05. März 2020

4. Virtual classroom: 09. April 2020

5. Virtual classroom: 23. April 2020

6. Virtual classroom: 21. Mai 2020

7. Eventuell Präsenzunterricht: 28. Mai 2020

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