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Sprachsystem des Deutschen

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Kursname

Sprachsystem des Deutschen: Die Grammatik der Gefühle. Die expressive Dimension im Sprachsystem.

Kursleiter

Leiden

EC

5

Kurstermin

semester 2 (2017 - 2018)

Anmeldefrist

- 07/01/2018

Ort

UL & UU

Dozent(en)

Jenny Audring (UL), Stefan Sudhoff (UU)

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Lernziele

Nach erfolgreichem Abschluss dieses Kurses haben die Studierenden fundierte Kenntnisse im Bereich der grammatischen Analyse der interpersonellen Dimension im Sprachsystem.

Die Studierenden sind in der Lage

  • mündliche und schriftliche Präsentationen und Diskussionsbeiträge auf inhaltlich und sprachlich angemessenem Niveau beizusteuern,
  • selbstständig Literatur zu den im Seminar behandelten Themenbereichen zu recherchieren, in strukturierter Form zu präsentieren (mündlich und schriftlich) und darüberhinausgehende Fragestellungen zu formulieren,
  • sprachliches Material zu analysieren und anhand der Analyse Hypothesen/Theorien zu entwickeln bzw. zu überprüfen.

Inhalt

Das Deutsche ist mit über 100 Millionen Muttersprachlern die wichtigste Erstsprache Europas und außerdem eine der weltweit am häufigsten gelernten Fremdsprachen. Gleichzeitig gehört das Deutsche mit dem Englischen zu den am intensivsten untersuchten Sprachen der Welt. Auch in der gegenwärtigen linguistischen Forschung spielt es eine wichtige Rolle.

 

Dieser Kurs beschäftigt sich aus synchroner Perspektive mit dem Sprachsystem des Deutschen. Phänomene der einzelnen grammatischen Teilbereiche (Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik) werden anhand konkreter sprachlicher Daten behandelt und im Hinblick auf ihre Relevanz für die linguistische Theoriebildung analysiert. Das Deutsche wird dazu auch in Beziehung zu anderen Sprachen gesetzt, wobei das Niederländische als Vergleichssprache eine zentrale Rolle spielt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden auf ihre Konsequenzen für den fremdsprachlichen Deutschunterricht hin untersucht, insbesondere mit Blick auf Lerner mit Niederländisch als Erstsprache. Jährlich widmet sich der Kurs einem anderen Phänomenbereich, der aus den genannten Perspektiven betrachtet wird.

Spezifizierung 2016/17: Die Grammatik der Gefühle. Die expressive Dimension im Sprachsystem.

Sprachbenutzer tauschen nicht nur sachliche Informationen aus. Sie bringen Gefallen oder Missfallen zum Ausdruck, Begeisterung oder Abscheu, Rührung oder Spott, sie verstärken ihre Botschaft leidenschaftlich oder schwächen sie vorsichtig ab. Hierfür stellen Sprachen nicht nur Wörter bereit, sondern auch grammatische Mittel. Die Phonologie, Morphologie und Syntax dieser “Grammatik der Gefühle” ist Gegenstand des Seminars.

Arbeitsformen

 Die TeilnehmerInnen bereiten sich intensiv auf die einzelnen Seminarsitzungen vor. Alle TeilnehmerInnen halten im Laufe des Kurses eine Kurzpräsentation und analysieren selbständig sprachliche Daten.

Prüfung

Voraussetzung zur Prüfung ist die Anwesenheit und aktive Mitarbeit an allen Seminarveranstaltungen.

Die Beurteilung findet auf der Basis folgender Prüfungsteile statt:

  • Kurzpräsentation und schriftliche Zusammenfassung (40%)
  • Analysen sprachlicher Daten (60%)

Arbeitsaufwand/Studienleistung

 5 ECTS = 140 Stunden, davon…

  • Seminarsitzungen: 6 x 4 = 24
  • Vor- und Nachbereitung pro Sitzung: 6 x 10 = 60
  • Vorbereitung der Kurzpräsentation: 26
  • Bearbeitung der Analyseaufgaben: 30

Bauer, Laurie (1997): Evaluative Morphology: In Search of Universals. In: Studies in Language, 21:3, 533-575

Finkbeiner, Rita, Jörg Meibauer & Heike Wiese (2016, Hg.): Pejoration. Amsterdam, Philadelphia: Benjamins

Schwarz-Friesel, Monika (2013): Sprache und Emotion. 2. Auflage. Tübingen, Basel: Francke

Übrige Information

Kursdaten

6 Seminartermine von je 4 Stunden, jeweils Freitagnachmittag

genaue Termine werden später bekanntgegeben

 

Kosten

Keine

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