Cursussen

Sprachsystem des Deutschen: Deutsch kontrastiv

Kursname

Sprachsystem des Deutschen: Deutsch kontrastiv. Das Deutsche im Vergleich zum Niederländischen und Englischen

Kursleiter

Utrecht

EC

5

Kurstermin

semester 2 (2018 - 2019)

Anmeldefrist

-

Ort

UU & UL

Dozent(en)

Jenny Audring & Stefan Sudhoff

Email Kontakt

Stefan Sudhoff

Lernziele

Nach erfolgreichem Abschluss dieses Kurses haben die Studierenden fundierte Kenntnisse im Bereich der grammatischen Analyse des Deutschen.
Die Studierenden sind in der Lage
– mündliche und schriftliche Präsentationen und Diskussionsbeiträge auf inhaltlich und sprachlich angemessenem Niveau beizusteuern,
– selbstständig Literatur zu den im Seminar behandelten Themenbereichen zu recherchieren, in strukturierter Form zu präsentieren (mündlich und schriftlich) und darüberhinausgehende Fragestellungen zu formulieren,
– sprachliches Material zu analysieren und anhand der Analyse Hypothesen/Theorien zu entwickeln bzw. zu überprüfen.

Inhalt

Das Deutsche ist mit über 100 Millionen Muttersprachlern die wichtigste Erstsprache Europas und außerdem eine der weltweit am häufigsten gelernten Fremdsprachen. Gleichzeitig gehört das Deutsche mit dem Englischen zu den am intensivsten untersuchten Sprachen der Welt. Auch in der gegenwärtigen linguistischen Forschung spielt es eine wichtige Rolle.
Dieser Kurs beschäftigt sich aus synchroner Perspektive mit dem Sprachsystem des Deutschen. Phänomene der einzelnen grammatischen Teilbereiche (Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik) werden anhand konkreter sprachlicher Daten behandelt und im Hinblick auf ihre Relevanz für die linguistische Theoriebildung analysiert. Das Deutsche wird dazu auch in Beziehung zu anderen Sprachen gesetzt, wobei das Niederländische als Vergleichssprache eine zentrale Rolle spielt. Die gewonnenen Erkenntnisse werden auf ihre Konsequenzen für den fremdsprachlichen Deutschunterricht hin untersucht, insbesondere mit Blick auf Lerner mit Niederländisch als Erstsprache. Jährlich widmet sich der Kurs einem anderen Phänomenbereich, der aus den genannten Perspektiven betrachtet wird.

Deutsch kontrastiv. Das Deutsche im Vergleich zum Niederländischen und Englischen

Deutsch, Niederländisch und Englisch – so ähnlich und doch so anders? Immer wieder wird die Ähnlichkeit zwischen den drei Sprachen betont. Die Übereinstimmungen im Wortschatz und in der Grammatik sind so groß, dass Sprecher einer der Sprachen die der anderen mit vergleichsweise geringem Aufwand verstehen lernen können. Trotzdem ist das aktive Benutzen der jeweils anderen Sprachen beim Sprechen und Schreiben oft schwieriger als gedacht. Die Folge sind typische Fehler in der Fremdsprache und die Tatsache, dass Muttersprachler des Deutschen oder Niederländischen oft schnell als solche identifiziert werden können, wenn sie in einer der anderen Sprachen kommunizieren. Im Kurs soll dieser Problembereich aus der Perspektive der kontrastiven Linguistik betrachtet werden.
Die kontrastive Linguistik beschäftigt sich mit dem Vergleich von Einzelsprachen im Hinblick auf spezifische grammatische und lexikalische Eigenschaften und Merkmale des Sprachgebrauchs. Das Deutsche, Niederländische und Englische sind aufgrund ihrer engen Verwandtschaft und den damit verbundenen oft ähnlichen Eigenschaften ein idealer Gegenstand der kontrastiven Linguistik. Einerseits gibt es genügend Übereinstimmungen, die einen sinnvollen Vergleich überhaupt erst ermöglichen, andererseits erlauben die zu beobachtenden Unterschiede und deren Systematik relevante Rückschlüsse auf die Architektur der Einzelsprachen.
Im Kurs soll gezeigt werden, welche Vorteile eine kontrastive Herangehensweise für die Analyse einzelsprachlicher Phänomene bietet. Nach einer allgemeinen Einführung in die kontrastive Linguistik sollen die drei Sprachen dazu hinsichtlich der Kerngrammatik, aber auch im Hinblick auf den Sprachgebrauch und die regionale und soziale Variation miteinander verglichen werden. Eine wichtige Rolle wird dabei die in vielen Bereichen konstatierte Zwischenstellung des Niederländischen zwischen dem Deutschen und dem Englischen (das sogenannte „germanische Sandwich“) spielen.

Prüfung

Referat: 40%
Aufgaben: 60%

Forschungsprojekt: nur in der 10 EC Variante.

Arbeitsaufwand
5 ECTS = 140 Stunden, davon…
– Seminarsitzungen: 6 x 4 = 24
– Vor- und Nachbereitung pro Sitzung: 6 x 10 = 60
– Vorbereitung der Referate: 26
– Bearbeitung der Analyseaufgaben: 30

In der 10-EC-Variante kommen die die Durchführung eines eigenen Forschungsprojektes, dessen Präsentation und das Verfassen einer Hausarbeit hinzu (insgesamt 140 Stunden).

Literatur

Die Literatur wird zu Seminarbeginn bekanntgegeben.

Übrige Information

Stundenplannung

Freitags, 13:15-17:00

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