DU26-27 – Trans- und Interkulturalität

Kursname

Fremdsprachenunterricht: plurilingual und plurikulturell

Kursleiter

RU

EC

5/6 EC

Kurstermin

semester 2 (2026 - 2027)

Anmeldefrist

26/10/2026 - 10/01/2027

Ort

Utrecht (UU)

Dozent(en)

Dr. Sabine Jentges (RU) & Doris Abitzsch (UU)

E-Mail Kurskoordinator

Dr. Sabine Jentges (RU)

Lernziele

Erfolgreiche Studierende

  • verfügen über fundierte Kenntnisse über relevante Kulturtheorien und interkulturelle Vermittlungskonzepte und können unterschiedliche theoretische und methodologische Perspektiven innerhalb der Literatur- und Kulturwissenschaft einnehmen;
  • können relevante Diskussionen im Kontext von Inter- und Transkulturalität reproduzieren und analysieren;
  • können eine eigene Position zu den im Kurs behandelten Themen entwickeln, formulieren und erläutern;
  • können selbstständig primäre und sekundäre Quellen zu den im Seminar behandelten Themenbereichen recherchieren und in strukturierter Form präsentieren (mündlich und schriftlich);
  • können literarische und kulturelle Beispiele theoretisch und methodisch fundiert analysieren und eigene Fragestellungen, Thesen und Argumentationen entwickeln;
  • können mündliche und schriftliche Beiträge auf inhaltlich und sprachlich angemessenem Niveau beisteuern (C1/C2);
  • sind in der Lage, sich klar und strukturiert auszudrücken und anhand des Feedbacks, das sie erhalten, ihren Lernprozess zu evaluieren und entsprechend zu verbessern;
  • sind in der Lage, Unterrichtsentwürfe auf der Basis von eigenen Fragestellungen zu gestalten, auszuführen, zu evaluieren und anzupassen (spezifisch für Studierende von Lehramtsstudiengängen).

Inhalt

Sprachen sind an Kulturen gebunden, und wer eine andere Sprache lernt, muss auch in die kulturellen Muster und Gewohnheiten eintauchen, die ihr zugrunde liegen. Bezieht sich das traditionelle Verständnis von Kultur auf die Vorstellung einer nationalen Einheit von Sprache und Kultur, so sind heutige Gesellschaften von einer solchen Vielfalt möglicher Identitäten geprägt, dass interkulturelle Kompetenz und Fremdverstehen zum gesellschaftlichen Alltag gehören. Hier setzt die Interkulturalität an. Sie geht davon aus, dass die eigene Identität im Austausch mit anderen Kulturen erfahrbar wird. Man lernt, die Welt aus einer anderen Perspektive zu sehen, und um das Andere zu verstehen, muss man sich die eigene Perspektive bewusst machen. Damit entsteht eine produktive Beziehung zwischen fremder und eigener Kultur, die nach und nach die Unterscheidung aufhebt. Hier setzt die Transkulturalität an, die moderne Gesellschaften als strukturell heterogen und hybrid definiert, weil sie aus sich heraus einem permanenten historischen und interkulturellen Wandlungsprozess ausgesetzt sind.

Der Kurs will interkulturelles Lernen in Auseinandersetzung mit deutschsprachigen (literarischen) Texten und Kultur vermitteln und Studierenden auf diese Weise spezifisches soziokulturelles Wissen und interkulturelles Bewusstsein erschließen.

Dieser Kurs richtet sich an Studierende, die sich mit Theorien der Vermittlung von sprachlichen und kulturellen Inhalten in einem heterogenen schulischen und gesellschaftlichen Kontext auseinandersetzen möchten.

Sowohl die Niederlande als auch Deutschland können als plurilinguale und plurikulturelle Gesellschaften bezeichnet werden. Was bedeutet es, in einem solchen, heterogenen Umfeld, Sprachen zu lernen und zu unterrichten? Wie kann das mehrsprachige und plurikulturelle Potential von Lernenden und Lehrenden nutzbar gemacht werden, im Unterricht, aber auch im gesellschaftlichen Umfeld? Und wie kann die kulturelle und sprachliche Vielfalt des deutschsprachigen und auch des niederländischsprachigen Raums angemessen berücksichtigt werden? In diesem Seminar beschäftigen wir uns ausgehend von solchen, für Bildung und Gesellschaft relevanten Fragestellungen mit theoretischen Ansätzen und empirischen Befunden zu kultur- und sprachreflexivem Lernen und Diskursen, die Vielfalt und Heterogenität fördern und diese produktiv für das Lernen von Sprachen und Kulturbewusstheit nutzen. Hierbei gehen wir auch auf aktuelle bildungspolitische Entwicklungen im deutsch- und niederländischsprachigen Raum sowie auf europäischer Ebene ein.

Hinweis: Zu diesem Kurs gehört eine Studienreise, die voraussichtlich zwischen dem 12.-16. April 2027 stattfindet. Während dieser Reise werden deutsche Partneruniversitäten besucht. Zur Finanzierung der Reise werden zusätzliche Mittel beantragt.

Pädagogische Perspektive

Ein Transfer der im Kurs vermittelten theoretischen und bildungspolitischen Überlegungen kann auf didaktisch-methodischer Ebene durch die Analyse und Konzeption von Unterrichtsmaterialien stattfinden, es handelt sich hierbei um die Prüfungsleistung.

Bedingungen Kursteilnahme / Sprachkenntnisse

Sprachfertigkeit des Deutschen auf Niveau C1 (produktiv) bzw. Niveau C1/C2 (rezeptiv); Interesse an bildungspolitischen und fremdsprachendidaktischen Themen.

Arbeitsformen

Studienreise mit vorbereitender Seminarsitzung (Präsenz/Online).

Prüfung

Essay                  30%

Transferprojekt    70%

UvA/VU-Studierende, die 6 EC benötigen, werden eine zusätzliche Aufgabe erfüllen. Dies muss in Woche 1 mit Ihrem Dozenten abgesprochen werden

Arbeitsaufwand/Studienleistung

5 EC = 140 Stunden, davon:

Anwesenheit Präsenzunterricht: 4 Stunden

Anwesenheit online Unterricht: 3 Stunden

Teilnahme Studienreise: 80 Stunden

Vor- und Nachbereitung Unterricht/Studienreise: 18 Stunden

Ausarbeitung Prüfungsleistungen: 35 Stunden

Zeitplan

Daten auf dem Campus: 12-02-2027 (Utrecht), von 9 bis 12:24 Uhr.

Daten online: 12-03-2027 (9-12 Uhr)

12 – 16 April 2027 Studienreise

Literatur

Weitere Informationen

Kosten: Für die Studienreise werden von den Seminarleiterinnen zusätzliche Mittel beantragt, so dass die Reise- und Übernachtungskosten für die Studierenden gedeckt sind. Kosten für Verpflegung während der Studienreise müssen von den Studierenden übernommen werde.